Warum Co-Location ein zentraler Baustein moderner Hybrid-Cloud-Strategien ist
Quelle http://www.datacenter-insider.de/co-location-profitiert-vom-trend-zur-hybrid-cloud-a-529733/
Die Frage „Make or Buy?“ beschäftigt IT-Entscheider seit vielen Jahren. Früher ging es darum, Software selbst zu entwickeln oder Standardlösungen wie von SAP zu kaufen. Damals setzte sich klar das „Buy“-Modell durch.
Heute stellt sich eine ähnliche Frage bei der IT-Infrastruktur: Eigene Rechenzentren betreiben oder Leistungen aus der Cloud beziehen?
Weniger eigene Rechenzentren
Große deutsche Unternehmen reduzieren ihre selbst betriebenen Rechenzentren deutlich. Laut einer Studie von Research In Action (RIA) im Auftrag von Interxion sinkt der Anteil klassischer On-Premises-Rechenzentren erheblich.
Der Anteil reduziert sich von 43,6 Prozent auf rund 20,4 Prozent. Befragt wurden CIOs, IT-Leiter und Rechenzentrumsverantwortliche aus Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden.
Hybrid Cloud gewinnt an Bedeutung
Der klare Trend geht zu hybriden IT-Modellen. Unternehmen kombinieren:
-
Private Cloud
-
Public Cloud
-
eigene Infrastruktur
Heute nutzen 7,6 Prozent hybride Modelle. In wenigen Jahren steigt dieser Anteil auf 22,8 Prozent. Auch Public-Cloud-Angebote wachsen deutlich. Der Anteil steigt von 3,8 Prozent auf 10,8 Prozent.
Parallel dazu gewinnt Co-Location an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen mieten eigene Serverflächen in professionellen Rechenzentren. Der Anteil verdoppelt sich von 9,4 Prozent auf 18,6 Prozent.
Co-Located Hybrid Cloud als Erfolgsmodell
Besonders attraktiv ist die Kombination aus Co-Location und Hybrid Cloud. 22,7 Prozent der Befragten sehen darin einen idealen Einstieg.
Der Vorteil:
Die Infrastruktur ist direkt mit Internet-Austauschknoten und mehreren Cloud-Providern verbunden. Dadurch entstehen:
-
geringe Latenzen
-
hohe Datensicherheit
-
niedrige Verbindungskosten
Weitere 20,1 Prozent schätzen die einfache Umsetzung redundanter Infrastrukturen. Auch Security, technische Expertise und hohe Ausfallsicherheit spielen eine wichtige Rolle.
16,1 Prozent bevorzugen Co-Location, weil sich Cloud-Server in deutschen Rechenzentren integrieren lassen. Damit bleiben Daten unter deutschem Datenschutz.
Welche Workloads wandern zuerst in die Cloud?
Unternehmen migrieren zunächst weniger kritische Anwendungen. Dazu gehören:
-
Storage (20,7 Prozent)
-
Testumgebungen (17,6 Prozent)
-
Backup und Recovery (17,3 Prozent)
Geschäftskritische Daten wie Rechnungen oder Bestellungen werden deutlich zurückhaltender migriert. Hier liegt der Anteil bei nur 5,2 Prozent.
Sicherheit bleibt zentrales Thema
Trotz des Wachstums bestehen weiterhin Bedenken. Ein Fünftel der Befragten sorgt sich um Datenschutz und Compliance. 18,8 Prozent sehen Sicherheitsrisiken außerhalb der Private Cloud.
Diese Bedenken betreffen vor allem große Public-Cloud-Anbieter wie:
-
Amazon Web Services
-
Google
-
IBM
-
Microsoft
Fazit
Co-Location profitiert klar vom Trend zur Hybrid Cloud. Unternehmen setzen zunehmend auf flexible Infrastrukturmodelle. Die Kombination aus eigener IT, Private Cloud und Public Cloud bietet maximale Kontrolle und Skalierbarkeit.
Co-Location wird damit zur zentralen Säule moderner Hybrid-Cloud-Strategien.

















